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Der Feldponcho und seine Möglichkeiten

Wenn alles man alles das, was man benötigt mit sich herumtragen muß, dann sollte jedes Ding nicht nur einen sondern möglichst vielen Zwecken dienen. Der Feldponcho bietet dafür ein gutes Beispiel. Neben seinen eigentlichen - in den Vorschriften definierten - Aufgaben beweist er sich als wahres Multitalent.

Technische Daten:

Maße: 160 x 210 cm
Gewicht: ca. 900g


Einsatzmöglichkeiten und Kampfwertsteigerung:

Mit Hilfe von vier Expandergummies kann aus einem Poncho innerhalb von wenigen Minuten eine komfortable Trapper-Unterkunft werden. Solche Gummies sind leicht selbst zu beschaffen und auch deutlich billiger, als bspw. ein Tschibo-Fernrohr. In der günstigsten Variante kauft man einfach zwei Gepäckspinnen in einem Sonderpostenmarkt und "extrahiert" aus ihnen die Expander.

Die folgenden Abbildungen zeigen verschiedene Aufbaumöglichkeiten des Ponchos in der ungetarnten Version. Je nach Lage muß die Unterkunft dann mit den unterschiedlichen Tarnmitteln (Laub, Gras, Zweige, Schlamm usw.) an die Umgebung angepaßt werden.

!!! Sicherheitshinweis !!!
Wenn bei der Beschaffung der Expandergummies gespart wird dürfen diese nicht zu stark verspannt werden, da sich die Metallhaken von den Gummies lösen können und im vorbeifliegen (bei Körpertreffern) unangenehme Veränderungen der Körperoberfläche erzeugen.





Schrägdach


Das Schrägdach ist der traditionelle Wetterschutz bei mil. "Wanderungen" und wird meist aus einer Zeltbahn hergestellt. Diese hat jedoch den Nachteil, dass sie relativ schwer und sperrig ist und dementsprechend ungerne über weite Strecken mitgetragen wird.
Mit Hilfe des Ponchos läßt sich mit wenigen Handgriffen ein Luxusschrägdach Aufstellen. Einfach die dem Wind zugewandte Seite mit Ästen am Boden "festlegen" (oder ein paar Zentimeter einbuddeln) und mit den Gummies an bereitstehenden Bäumen verspannen: fertig.
Es ist schnell aufgebaut und bietet ausreichend Schutz vor der Witterung.



Ein Beispiel für die Verwendung eines Ponchos als Schrägdach findet sich hier. Das Bild enstand im Rahmen der Abschlußübung (Jagdkampf in den Ardennen) des Französischen Kommandolehrgangs und zeigt ein Schrägdach das zur Tarnung unter einer umgestürzten Fichte angelegt wurde.




Zelt

Mit zwei Expandergummies und sechs Aststücken läßt sich der Poncho auch als Zelt verwenden. Je nach dem Volumen des Soldaten und der mitgeführten Ausrüstung muß unter dem Poncho-Zelt vorher eine Mulde ausgehoben werden. Dieser Ansatz bietet sich auch an, wenn zu erwarten ist, daß man sich an einem Ort für eine längere Zeit häuslich einrichten muß oder keine Iso-Matte mitgeführt wurde.
Dann wird die Mulde einfach etwas tiefer ausgehoben und mit einem Mix aus Tannenzweigen, Gras und/oder Stroh ausgepolstert. Das riecht gut, ist angenehm weich und isoliert gegen die Bodenkälte.




Sonnensegel

Um sich währent einer Rast vor einer zu starken Sonneneinstrahlung zu schützen kann man den Poncho auch als Sonnensegel verwenden. Einfach die Ecken mit den Gummies zwischen ein paar Bäume spannen.
Ein solches Dach hat sich auch bei der Lagerung von Verwundeten bewährt. Es bietet genügend Platz, um den Verwundeten abzulegen und zu betreuen und gibt diesem ein Geborgenheitsgefühl, da er so nicht irgendwo "rumliegt", sondern "ein Dach über dem Kopf hat".




Ponchopacket

Auch beim Überwinden von Gewässern ist der Poncho ein wirksames Hilfsmittel. Die Beschreibung und Bilder zum Bau eines Ponchopacketes werden zur Zeit bearbeitet und können demnächst hier abgerufen werden. Hier werden Ponchopackete verwendet, um die pers. Ausrüstung der Soldaten über den Main zu transportieren.